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08.11.2019

Wer ist deine Konkurrenz?

Immer wieder höre ich das Wort Konkurrenz, im Zusammenhang meiner bildhauerischen Tätigkeit oder im energetischen Bereich.

Mein Statement zu meiner Arbeit und wieso mich die "Konkurrenz" als solches nicht interessiert..

Als Bildhauerin lebe ich seit 30 Jahren mit diesem Wort, hier ist die "Konkurrenz" ein bisschen messbar, man kann bis zu einem gewissen Grad sehen, ob jemand das Handwerk von Grund auf gelernt hat und ob jemand die Tücken Dreidimensinalität aufs Papier, in den Stein bringt. Da gibt es dann unterschiedliche Arten und lustigerweise interessiert es niemanden, ob dieser Strich quer über die Landschaft nun in die Pespektive passt..er ist halt da und entweder gefällt es oder es gefällt nicht..und ja, wir bewerten, jeden einzelnen Tag und jede Stunde..aber das ist ein anderes Thema..

In der energetischen Arbeit ist es oft wie im Tierschutz, ein Haifischbecken sondergleichen, wer nicht strampelt, wird vermeintlich gefressen..da werden täglich neue "selbstentwickelte" Therapiearten kreiert, da werden einen die Seminare nur so um die Ohren gehauen, am besten Online, damit man nur dann, wenn man Lust und Zeit hat, etwas machen muss und man wähnt sich als die einzige/der einzig Wahre Guru, alle anderen, die vielleicht nicht so laut, so präsent oder nicht so egomanisch unterwegs sind, gehen unter..wohlverstanden, die, die in der virtuellen Welt unterwegs sind..für mich ist das oft stressig zu lesen und es zeigt mir, dass ich mich zu recht aus FB etwas zurückgezogen habe.

Ich hatte neulich eine Anfrage, ob ich denn überhaupt Tierkommunikationsseminare geben dürfe, ich wäre ja nicht zertifiziert und hätte "nur" eine schamanische Ausbildung..dass ich seit fast 20 Jahren auf diesem Weg bin und die TK zusätzlich noch in Seminaren gefestigt habe, das interessierte diese Dame nicht, im Gegenteil, ihr Wortlaut war "wenn sie nicht dieselben Diplome vorweisen können wie ihre Konkurrenz, dann werde ich nichts bei ihnen buchen"..getreu nach meinem Motto "Reisende soll man nicht aufhalten" habe ich sie zart und bestimmt auf ihren virtuellen Weg geschickt, noch immer etwas fragend, was sie mir eigentlich sagen wollte.

Was ich, seit ich auf dem Weg des Schamanen unterwegs bin, gelernt habe und ich immer wieder betone und die Menschen auch bestärke: es gibt für jeden etwas und man findet auch zu den Menschen, die man braucht, um seinen Weg zu gehen oder auf seinen Weg zu gehen. Jeder Mensch ist in einer anderen Phase seines Lebens und für jede Phase gibt es etwas auf dem spirituellen Markt, das demjenigen hilft, zu sehen und zu spüren und auf seinen Weg zu gehen.

Meine Leidenschaft sind die schamanischen Heilarbeiten und die Tierkommunikation...auf meine Art, ich bin mittlerweile 51 Jahre alt und bin seit 30 Jahren im Kurs- und Seminarwesen unterwegs und ich weiss, wo und wann ich die Menschen, die meine Seminare besuchen, abholen kann und will. Da geht es in meinem Tempo ab, weil ich weiss, was die Menschen, die bei mir etwas lernen wollen, für Bedürfnisse und Kräfte haben und das weiss ich oft, bevor es die Menschen selbst spüren. Das habe ich meiner Erfahrung und meinen Sinnen zu verdanken, nicht irgend einem Diplom, das mich als irgendetwas gegen die Konkurrenz ausweist..Das ist für mich die Essenz, mit Menschen und ihren Tieren zu arbeiten, sei es in meinen Behandlungen oder in meinen Seminaren und Ausbildungen..und weil ich weiss, dass das nicht allen behagt, sage ich es auch immer wieder. Schlussendlich tut man alles freiwillig, auch wenn sich jemand entscheidet, zu mir zu kommen oder zur jemand Anderem zu gehen.. nicht zur "Konkurrenz", für mich ist dieses Wort nicht stimmig.

Ich bin authentisch und gebe immer mein Bestes..und allem voran, ich gebe Menschen Raum, sich zu suchen und zu finden, in ihrem Tempo, welches wir gemeinsam herausfinden, sehr oft spürt der Klient nicht mehr, wie unsinnig zu schnell er unterwegs ist, so dass er zuerst sein Tempo neu finden muss, mit meiner Unterstützung, weil ich diese Arbeit liebe und ich mein Wissen auch gerne weitergebe, ohne irgendetwas zurückzuhalten.

Mitakuye Oyasin

(C) Text: Franziska Amherd


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07.11.2019

Gedanken über die Seele und das Sterben

Immer wieder sprechen ich mit meinen Klienten in der in der schamanischen Heilarbeit und Tierkommunikation über die Seele.

Die Seele ist in der energetischen Arbeit ein zentrales Thema und ist für mich einer der wichtigsten Bestandteile meiner Arbeit.

Ich befasse mich schon seit langer Zeit mit der menschlichen Seele, weil ich schon als Kind, wie das jedes Kind hat, die Gabe hatte, zu spüren, was im Menschen vorgeht. Weil diese Gabe so stark war, habe ich sie nie verloren. Sie war auch nicht immer eine Gabe, oft für meinen Verstand ein Fluch, immer dann, wenns um den Tod eines lieben Menschen ging. Ich konnte oft den Tod eines geliebten Menschen vorausahnen und für einen jungen Menschen ist das eher Ballast, als eine Gabe.


Das hat sich erst geändert, als ich vor fast 20 Jahren meinen Daddy im Sterben begleitet habe. Es war für mich ein Erlebnis, welches mich eine andere Sicht über das Sterben erhalten liess. Wir, meine Schwester, mein Bruder und meine Schwägerin haben unseren Vater bis zum letzten Atemzug begleitet und konnten mit ihm so viel noch klären. Nicht mit Worten, er war nicht mehr ansprechbar, aber durch die Verbindung unserer Seelen. Wir konnten ihn in Frieden gehen lassen, auch wenn vieles offen geblieben ist. Der Tod hat damals seine Dunkelheit für mich verloren. Ich konnte spüren, dass es auch ein Segen sein kann, zu gehen.

Und ja, es IST immer wieder traurig und schrecklich, einen Menschen oder ein geliebtes Tier zu verlieren, ich hätte meinen Vater auch noch gerne viel länger bei uns gehabt, es vergeht auch selten ein Tag, am dem ich nicht an ihn denke. Er war mein Mentor, er hat meine Liebe zur Kunst und zur Natur gespürt und verstanden, plötzlich hatte ich niemand mehr, der meine Arbeit spürte..Wenn jemand, den wir so sehr lueben, ein Kind oder ein Elternteil, der Partner oder auch das Seelentier stirbt, verliert man ein Stück von sich selbst. Auffüllen kann man so ein Loch nicht, vielleicht versuchen, mit dem fehlenden Teil wieder ein Gleichgewicht zu finden, dass man nicht ständig wieder hinfällt, dass der Schmerz nicht mehr alles übertönt..das ist ein riesengrosses Stück Arbeit und gelingt nicht immer...

Ich sehe das auch immer in meiner Arbeit als Bildhauerin, wenn ich mit einer Trauerfamilie ein Grabmal entwerfe, dass für den geliebten vetstorbenen Menschen eine Erinnerung an sein Leben werden soll. Der Weg vom Tod zur Erinnerung an sein Leben ist sehr oft schmerzhaft und wenn das Grabmal dann steht, sind die Hinterbliebenen ein kleines bisschen glücklicher. Das ist für mich immer wieder schön zu spüren und aus diesem Grund liebe ich es, Grabmäler zu machen.

Eines habe ich in all den Jahren gelernt, auch wenn man am Ende seines Lebens steht, auch wenn wir, die Hinterbliebenen das Gefühl haben, der Sterbende hätte noch so viel mehr tun müssen und so vieles nicht gesagt oder verpasst in seinem Leben - Nein, er hat soviel gesagt und gelebt, wie seine Seele aushalten konnte.. und so kann der geliebte Mensch auch in Frieden ins Licht gehen. Die Seele ist unsterblich und weiss soviel mehr, als wir meinen zu wissen.


Das sehe ich auch in meiner Arbeit als Hilfsbestatterin, alle verstorbenen Menschen, die ich bis jetzt gesehen habe, sind mit einem Lächeln gegangen, ein tiefer Friede ging von jedem dieser Menschen aus, egal, wie schwer der Kampf im Sterben vorher war.

Die Seele weiss immer, was zu tun ist, der Verstand meint, er wisse es nicht..

(C) Text und Bild: Franziska Amherd



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06.11.2019


Wenn Menschen sich
an mich wenden
die Hilfe brauchen.
Hilfe brauchen, weil sie
mit den heutigen
"Hauruck-ab durch die Mitte
-wirf denen das Zeug
an den Kopf"- Methoden
nicht klar kommen.

Weil diese Menschen
es schon 50'000 mal
gehört haben "wieso tust du es nicht?"
"bist du dir nichts wert?"..
all diese 0815 Coaching Floskeln,
die so schön tönen und man "es"
einfach tun kann, wenn man nur ernsthaft will..

Weil diese Menschen
es schon viel mehr als
50'000 mal versucht haben
und immer wieder gescheitert
sind, gescheitert in den Augen
dieser Vollgas Coaches, die möglichst schnellen Erfolg
erzielen, weil es Menschen
gibt, die das können..

Weil es diese Menschen gibt,
Menschen wie dich und mich,
Menschen, denen es bei solchen
Sätzen alles zusammen zieht
und ein Brechreiz aufsteigt..
weil wenn man es schon
so viele Male gehört hat,
es versucht hat,
weil es uns hingeworfen wurde
von Coaches und von Menschen,
die gerade auf einer
persönlichen Erfolgs -und Egowelle schwappen und missionieren,
weil sie irgend eine Form
von Coaching anspricht..

Dann stehen wir da, den Tränen
nahe, spüren, wie die Wut
aus der Tiefe hochkommt..
Wut über uns selber,
Wut über diese Menschen,
die uns so unsensibel
ihre neu implementierten
Glaubenssätze ungefragt
um die Ohren
hauen und dabei nichts spüren
ausser ihrer eigenen Befindlichkeit..

Dann heisst es für uns:
weitergehen, daran zu denken,
dass wir auf einer ganz anderen
Ebene lernen können,
lernen, diesen übermächtigen
Trigger anzuschauen, zu integrieren
und dann zu sehen, dass er nur
zu unserem Schutz und zu unserem Heil werden da ist..

"Heal the wounded healer"
heile den verwundeten Heiler..
Wenn wir das sehen, können
wir weiter machen.
Wenn wir spüren, dass es eine andere Form des Heilwerdens
gibt, können wir unseren Weg
gehen, ohne uns ständig anlügen
zu müssen und uns etwas vorzumachen, nur weil es gerade
einem Erfolgstrend entspricht.

Letzendlich zählt die Liebe,
die Liebe, mit der wir uns selbst
begegnen, der Respekt uns selbst
gegenüber und das Vertrauen,
dass wir, auch wenn wir nicht
im Schnellzugstempo unseren
Weg gehen, dafür aber mit
Achtsamkeit und Liebe,
genau das tun, was wir schon
immer wollten..
den verwundeten Heiler,
die verwundete Heilerin
in uns heilen..

Mitakuye Oyasin

(C) Text und Bild: Franziska Amherd


Ich zeige dir den Weg der Heilung des verwundeten Heilers, weil ich weiss, wie sich das anfühlt..


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27.10.2019

Wie merke ich, dass mein Tier gehen will..ich will nicht über Leben und Tod eines Lebewesens entscheiden, ich bin nicht Gott, das steht mir nicht zu..

Wie oft habe ich diese Sätze schon gehört, von Menschen, die sich um ihr geliebtes Tier gesorgt haben und sich Gedanken darüber gemacht haben, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sich von seinem geliebten Tier zu verabschieden.

Meine Antwort ist immer die Antwort, die alle Tierärzte, TKs und alle Menschen, die ihr Leben lang mit Tieren zusammengelebt haben, auch geben: "ein Tier zeigt es, wenn es gehen will".
Der Mensch mit seinem Verstand kann es einfach nur nicht immer sehen. Und genau da ist das "menschliche" Problem begraben..der Mensch sieht..er sieht, wie sein Hund fast nicht mehr aufstehen kann, weil er alt und gebrechlich ist, er sieht, wie die Katze im Alter dünn wird und ihr die Zähne ausfallen. Er sieht auch, wie der Blick seines Tieres öfter in die Ferne schweift und wie sein Tier viel mehr schläft, oder auch nur auf seinem Lieblingsplätzchen liegt und seinen Menschen zuschaut. Was der Mensch dann oft leider nicht sieht, ist das Leuchten in den Augen des geliebten Hundes, wenn er sich aufrafft, weil er weiss, jetzt gehts raus, auch wenn es nur für ein paar Schritte sind und er dann wieder hinein und in sein Körbchen liegen kann. Oder wenn die alten Tiere die Streicheleinheiten geniessen, die sie von ihren Menschen erhalten. Wenn sie dann traurig blicken ist das oft, weil sie spüren, wie traurig ihr Mensch ist, dass die gemeinsame Zeit bald um ist. Das macht das Tier traurig, diese Traurigkeit des Menschen und nicht die Tatsache, dass es bald sterben wird. Da sind uns die Tiere einiges voraus. Sie wissen, dass ihre Seele beim Menschen bleibt und sie immer im Herzen ihres Menschen wohnen werden. Sie werden auf der Blumenwiese hinter der Regenbogenbrücke mit den anderen Tieren rumrennen und es geniessen, dass sie niemals mehr Schmerzen haben und wenn wir genau hinhören, werden wir ihre Pfoten auf dem Boden tapsen hören, oder sie mit den Wind, der um uns streicht fühlen und in jedem Schmetterling, der uns besucht, werden sie sein und uns ein Lächeln entlocken.
Ich habe so viele Male bei der Sterbebegleitung der Tiere erfahren, dass sie genau sagen, wenn es soweit ist.
Vor 5 Jahren, als ich meine Seelenkatze gehen lassen musste, war es auch so. Sie war noch einmal draussen und kam ins Wohnzimmer rein und hat sich hingelegt. Da habe ich gewusst, dass sie sich zum Sterben hingelegt hat. In einer solchen Situation ist jeder Tierhalter mit seinem Tier verbunden, da muss man keine Erfahrung in der TK haben.
Und jeder Tierhalter, den ich bis jetzt im Sterbeprozess seines Tieres begleitet habe, hat dasselbe gesagt.

Die Seele weiss immer, was zu tun ist, nur der Verstand meint, er wisse es nicht..

(C) Text und Bild: Franziska Amherd



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24.09.2019 


Angst

wenn die
Angst kommt
unerwartet
wie ein Schlag
mitten ins Gesicht

wenn die Angst
dich so trifft
dass ein Schlag
mitten ins Gesicht
ein Streicheln ist

diese Angst
die dir den Atem
verschlägt
das Herz
stehen bleiben
lässt
dich nur noch
flach atmen
lässt

alles ist wie
im Nebel
trüb und
nichts geht mehr
nur noch
die Angst
die dich lähmt

plötzlich ist
alles
was du in
mühsamer
jahrelanger Arbeit
an dir
mit dir
gelernt und
manifestiert hast

einfach weg

nur noch
diese Angst
ist da
die sich
langsam in
eine Panikattacke
steigert

atme!
atme bewusst!
denk an die
Worte
die vor vielen
Jahren der Arzt
gesagt hat
"du stirbst
nicht
an einer
Panikattacke!"
atme!
werde ruhig!

diese unendlich
grosse Angst
die aus dem Nichts
kommt
und sich
über dich
stülpt
so eng
dass du
nicht mehr
atmen kannst
dich nicht mehr
bewegen kannst
sie geht vorbei
und du weisst
für heute
ist sie weg

morgen
kommt sie
vielleicht wieder
oder lässt dich
in Ruhe
sie wird
wieder kommen
und es wird
wieder schrecklich
sein
und du wirst
sie wieder
hinter dich
bringen

vielleicht
wird sie
eines Tages
weniger stark
sein
du wirst sie
erkennen
wenn sie sich
anmeldet
mit diesem
Herzklopfen
dem komischen
Gefühl im Magen
der Atemnot

und du wirst
ihr vielleicht
eines Tages
begegnen können
und ihr
in die Augen
schauen
und sagen
"jetzt ist genug.."

und sie wird
dich verstehen
und vielleicht
wird sie sich
verabschieden

dieser Abschied
ist ein langer
und tiefer Prozess
und immer
wieder wird
sie schauen
kommen
wo du
stehst

ein Prozess
der vielleicht
dein ganzes
Leben lang
andauert
ein Leben
dass trotzdem
lebenswert ist
es ist
ein Prozess
und es darf
ein Prozess sein
der viele
Jahre
dauert

wenn du das
akzeptierst
wirst du
die Angst
verstehen
und
kennen lernen

© Text: Franziska Amherd
© Bild: Pixabay


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